In unserer täglichen Arbeit haben wir es sowohl mit etablierten, internationalen Acts als auch Newcomern zu tun. Insbesondere am Anfang einer Karriere wird schnell versucht mit einfachen Mitteln große Reichweiten zu generieren. Fair! Aber um die Reichweite in echte Fans weiterzuentwickeln, muss es auch gewisse Identifikationspunkte beim Artist geben. Und schon landen wir bei den grundlegend wichtigen Themen wie Artist Brand & Identity – die eigene Künstler:innen-Marke! Ein gut durchdachtes Branding und eine klare Identität sind das Fundament einer erfolgreichen Karriere. In diesem Artikel bekommst du einen Überblick über die Dimensionen einer gut funktionierenden Artist Brand!

Um eine durchdachte und authentische Artist Identitity aufzubauen, stehen am Anfang oft folgende Überlegungen:
Alle anderen Steps des Designs wie z.B. Schriftarten, Farben, Bildsprachen kommen erst später. Ab hier können wir den Blog Artikel als eine kleine Checkliste betrachten. Dabei ist nicht wichtig, dass du hinter alles einen "Erledigt-Haken" machst, aber du solltest alles einmal durchdenken und deinen eigenen Schluss daraus ziehen. Wir bewegen uns hier in einem Bereich, in dem es kein "richtig" oder "falsch" gibt.
Die nachfolgenden Fragen können dir aber dabei helfen, deine Künstler:innenmarke zu finden, zu definieren und zu verstärken.
In diesem ersten Schritt geht es noch nicht direkt um das Artist Image, sondern vielmehr um alles dahinter. Die bisherige Story, bevor eine Artist Identity entsteht, gehört oft zu den wichtigsten Kommunikationsschätzen, die man heben kann, bevor man große Welle macht. Daher stelle dir die folgenden Fragen:
Archetypes können tolle Orientierungshilfen sein, um die grundlegende Rolle, Energie und emotionale Wirkung der Künstler:innen auf ihr Publikum abzuschätzen. Es geht dabei nicht um Rollen, die man spielt, sondern echte psychologische Grundstrukturen. Sie können nicht erzwungen werden, sie kommen authentisch aus der Persönlichkeit. Besonders interessant ist dabei das Konzept des Schattens: Persönlichkeitsanteile, die man verdrängt oder versteckt. Genau diese sind aber oft der Schlüssel zu echter emotionaler Tiefe – weil sie das ausdrücken, was andere Menschen in sich selbst nicht aussprechen können.
Yungblud verkörpert den Outlaw-Archetyp: Seine Artist Brand basiert auf offener Regelverweigerung, einer punkigen visuellen Sprache und einer Community, die sich bewusst außerhalb des Mainstreams positioniert.
Andere Beispiele für den Outlaw-Archetyp sind Nina Hagen oder auch Feine Sahne Fischfilet. An diesen drei Beispielen lässt sich auch zeigen, dass alle Artists zwar dem gleichen Archetypen entsprechen, dennoch aber weiterhin in ihrer Brand absolut individuell sind.

Beschäftigt man sich mit den Archetypes, kommt man fast in einem Rutsch auch an den Punkt der "emotional connectors". Diese drehen sich um die Frage: Welches Gefühl will der Artist bei den Fans auslösen und was soll am Ende hängen bleiben? Zur Orientierung hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Konnektoren:
Wer jetzt sagt, ein so vielschichtiger Artist zu sein, dass ja irgendwie alles passt, der oder die sollte bitte nochmal in sich gehen. Es geht hier nicht darum möglichst viel abzudecken, sondern darum, möglichst klar zu sein! Je klarer die Einordnung, desto greifbarer ist ein Artist für den Fan. Wenn bspw. Lana Del Rey mit Nostalgie spielt, darf sie als Künstlerin trotzdem auch mal rebellisch sein oder empowernde Botschaften in ihren Socials teilen. Trotzdem verkörpert ihr Markenkern eine Americana-Nostalgie, die auch ihren Wiedererkennungswert ausmachen.
Sind die Basic Hausaufgaben gemacht und die grundlegende Motivation verstanden sowie die Backstory eruiert, orientiert man sich im Markt, um die richtige Lücke, Nische oder auch das beste Podest zu finden … you name it!
Wir hoffen, dass dir dieser Artikel eine kleine Hilfestellung bei der Schärfung deines Artist Image ist. Falls du Fragen hast, melde dich immer gerne! Trage dich auch gerne zum Newsletter ein und erhalte regelmäßig Updates und Inisghts aus dem digitalen Musik Marketing.